Feed-Modul · Benutzeranleitung
Ein Kanal statt Rundmails
Der Feed ist die Stelle, an der alles steht, was im Haus alle angeht: Mitteilungen, Umfragen, Meldungen aus den anderen Modulen und Neuigkeiten aus Quellen, die Ihr abonniert habt. Statt einer Mail an alle schreibt jemand einen Beitrag — und Du liest ihn, wann es Dir passt.
Du findest ihn im Hauptmenü unter Feed. Steht dort ein Zeichen, wartet etwas auf Dich:
| Rote Zahl | Pflichtmitteilungen, die auf Deine Bestätigung warten. |
| @ mit Zahl | Jemand hat Dich in einem Beitrag oder Kommentar genannt. |
| Graue Zahl | Beiträge, die Du noch nicht gesehen hast. |
Es steht immer nur eines davon da, und zwar das wichtigste: Pflicht schlägt Nennung schlägt Ungelesenes. Eine einzelne Pflichtmitteilung neben zwanzig ungelesenen Beiträgen ginge sonst in der Menge unter — und genau dafür gibt es sie.
Lesen
Links steht die Liste, rechts der Beitrag. Du klickst in der Liste auf eine Zeile, und rechts erscheint der ganze Beitrag mit Bild, Umfrage, Reaktionen und Kommentaren. Die Liste bleibt dabei stehen, wo sie war.
Gescrollt wird in den Spalten, nicht im Fenster: die Liste hat ihren eigenen Schiebebalken und der Beitrag seinen. Beim Lesen eines langen Textes wandert die Liste also nicht aus dem Bild, und Du verlierst die Stelle nicht, an der Du warst.
Eine Linie mit der Aufschrift „Bis hier gelesen“ zeigt Dir, wo Du beim letzten Mal aufgehört hast. Alles darüber ist neu. Du scrollst einfach weiter — es lädt von selbst nach, solange es etwas gibt.
Was in der Zeile schon steht
Die Zeile beantwortet die Frage, ob sich das Öffnen lohnt: Vorschaubild, Titel, die ersten Zeilen, Datum, Quelle und Schlagwörter — und die Resonanz.
| ☺ 3 | Drei Leute haben reagiert. |
| 💬 2 | Zwei Kommentare. |
| @ du | Hier wartet ein Zuruf an Dich. |
Steht nichts davon da, gibt es auch nichts. Eine Null neben jedem Beitrag wäre keine Auskunft, sondern Lärm.
Ganz oben können angeheftete Beiträge stehen. Die bleiben dort, bis die gesetzte Frist abläuft — danach rutschen sie an ihren normalen Platz in der Zeitachse.
Reagieren und kommentieren
Reaktionen
Unter jedem Beitrag stehen vier Zeichen: 👍 ❤️ 🎉 👏. Ein Klick zählt Deine Stimme dazu, ein zweiter nimmt sie zurück. Deine eigene Reaktion ist umrandet.
Reicht Dir das nicht, öffnet der Knopf + zwanzig weitere Zeichen — von 🙏 über 🔥 bis 🍕. Was einmal benutzt wurde, bleibt in der Reihe stehen: sie wächst mit dem Gebrauch, nicht mit dem Angebot.
Kommentare
Unter dem Beitrag steht ein Feld. Du schreibst hinein und drückst Senden — fertig. Kommentare sind flach: es gibt keine Antworten auf Antworten und keine Stränge, in denen man sich verliert. Adressen werden von selbst zu Verweisen.
Deinen eigenen Kommentar kannst Du jederzeit löschen. Bei fremden steht Melden: das schickt ihn der Moderation, löscht aber nichts. Wer einen Beitrag geschrieben hat, moderiert damit noch nicht die Diskussion darunter — sonst verschwände unbequeme Kritik genau dort, wo sie hingehört.
Wer einen Beitrag schreibt, kann die Kommentare dazu von Anfang an schliessen. Sinnvoll bei einer reinen Bekanntmachung, lästig bei allem anderen — ein Kanal ohne Rückkanal ist wieder nur eine Rundmail.
Jemanden nennen: @name
Tippst Du in einem Kommentar oder Beitrag ein @, erscheint eine Liste der Leute, die Du nennen kannst. Mit den Pfeiltasten wählst Du aus, mit Eingabe oder Tab setzt Du ein, mit Esc schliesst Du die Liste. Ein Klick tut es auch.
Der Vorname ist der Name — @andre, @anna. Erst wenn zwei denselben Vornamen tragen, heissen beide @vorname.nachname: sonst behält die eine einen Namen, den die andere mit gleichem Recht beanspruchen könnte, und ein Zuruf träfe stillschweigend die falsche Person.
Gesucht wird auch im Nachnamen: @roth findet Fabienne Roth. Umlaute musst Du nicht treffen — @juerg und @jürg meinen dieselbe Person.
Was der Genannte merkt
Am Menüeintrag erscheint ein @ mit der Zahl der offenen Zurüfe, in der Liste trägt die betreffende Zeile die Marke @ du, und im Text ist die eigene Nennung kräftig eingefärbt. Beim Überfliegen einer langen Diskussion ist die einzige Frage, ob man selbst gemeint ist.
Abgehakt wird beim Öffnen des Beitrags, nicht beim Vorbeiscrollen: ein Zuruf gilt erst als angekommen, wenn Du den Zusammenhang gesehen hast. Und er verfällt nicht — wer drei Tage später liest, findet ihn noch.
Nur wer den Beitrag sieht
Nennen kannst Du nur, wer den Beitrag ohnehin sieht. Geht er an eine Gruppe, der jemand nicht angehört, steht diese Person gar nicht erst in der Vorschlagsliste. Sonst wäre die Nennung ein Kanal an der Zielgruppe vorbei — ein Zuruf an jemanden, der den Zusammenhang nie zu Gesicht bekommt.
Eine Mailadresse ist keine Nennung, und in einer Webadresse steht keine: anna@firma.ch und example.com/@anna lösen nichts aus. Einen Namen, den es nicht gibt, lässt der Feed als schlichten Text stehen. Und wer sich selbst nennt, bekommt keine Meldung.
Schlagwörter — Dein Feed gehört Dir
Unter vielen Beiträgen stehen Schlagwörter wie #technik oder #personal. Was Dich nicht interessiert, schaltest Du stumm: unter Mein Feed setzt Du bei einem Schlagwort das Häkchen, und Beiträge damit verschwinden aus Deiner Zeitachse.
Eines lässt sich nicht stummschalten
Pflichtmitteilungen erreichen Dich immer — egal, welche Schlagwörter Du abgeschaltet hast. Sonst könnte sich niemand darauf verlassen, dass eine wichtige Information ankommt, und der ganze Kanal wäre wertlos.
Pflichtmitteilungen bestätigen
Eine Pflichtmitteilung erkennst Du am roten Band „Bitte lesen“ — schon in der Liste, nicht erst im Beitrag. Unter dem Text steht ein Knopf: „Ich habe es gelesen“. Ein Klick darauf, und die Sache ist erledigt.
Der Knopf steht bewusst unter dem Text und nicht darüber. Wer oben bestätigen könnte, ohne gelesen zu haben, bestätigt nichts.
Umfragen
Eine Umfrage steht unter dem Beitrag, zu dem sie gehört. Du tippst auf eine Antwort — und siehst sofort, wie die anderen gestimmt haben. Kein Seitenwechsel, keine Wartezeit.
Hast Du Dich vertan, tippst Du einfach auf eine andere Antwort: Deine alte Stimme wird ersetzt, nicht ergänzt. Bei Umfragen mit mehreren möglichen Antworten schaltest Du jede einzeln an und aus.
Abstimmungen sind nicht anonym
Wer welche Antwort gewählt hat, ist nachvollziehbar. Das ist Absicht und ehrlicher als das Gegenteil: in einem kleinen Team wäre „anonym“ ein Versprechen, das sich nicht halten lässt — aus vier Stimmen und dem Wissen, wer im Büro war, lässt sich ohnehin schliessen, wer wie gestimmt hat.
Läuft eine Umfrage ab, schliesst sie sich von selbst und das Ergebnis erscheint als eigener Beitrag im Feed — damit es auch sieht, wer die Umfrage verpasst hat. Wer bis zur Hälfte der Laufzeit noch nicht abgestimmt hat, bekommt einmal eine Erinnerung im Feed. Einmal, nicht täglich.
Mein Feed — was Du einstellen kannst
Über Mein Feed oben stellst Du zwei Dinge ein:
Schlagwörter stummschalten — siehe oben.
Zusammenfassung per E-Mail — wöchentlich, täglich oder gar nicht. Sie kommt nur, wenn tatsächlich etwas auf Dich wartet, und sie enthält nur die Überschriften. Eine Mail, die den ganzen Inhalt trägt, würde den Feed überflüssig machen.
Schreiben
Darfst Du senden, steht oben der Knopf Neuer Beitrag. Wer senden darf, legt die Verwaltung fest — das ist nicht dasselbe wie „Administrator sein“.
Der Text
Der Editor kann Fettdruck, Kursives, Listen, Überschriften, Zitate und Verweise. Emojis setzt Du über den Knopf in der Leiste ein — oder mit der Auswahl Deines Betriebssystems, die kennt ohnehin alle.
| Bilder | Per Knopf hochladen, mehrere auf einmal. Sie landen auf Eurem Server, nicht bei einem fremden Dienst. |
| Video | Adresse von YouTube oder Vimeo einfügen. Angezeigt wird zunächst nur ein Vorschaubild; erst ein Klick lädt das Video — und damit erst dann entsteht ein Kontakt zum Videodienst. |
| Schlagwörter | Beim Tippen werden die bereits benutzten vorgeschlagen. Neue kannst Du trotzdem anlegen — der Vorschlag ist eine Hilfe, keine Schranke. |
Die Einstellungen daneben
| Empfänger | Alle — oder ausgewählte Gruppen. Ohne Gruppe geht der Beitrag an alle. |
| Veröffentlichung | Sofort, zu einem Zeitpunkt, oder erst einmal als Entwurf. |
| Ablauf | Ab wann der Beitrag aus dem Feed verschwindet. Leer heisst: er bleibt. |
| Anheften | Hält den Beitrag bis zu einem Datum ganz oben. |
| Pflicht | Verlangt von jedem eine Bestätigung und lässt sich nicht wegfiltern. |
| Kommentare | Lassen sich für diesen Beitrag schliessen. |
| Umfrage | Eine Frage, bis zu zehn Antworten, wahlweise mit Schlussdatum. |
Die Pflichtmarkierung sparsam verwenden
Eine Pflichtmitteilung lässt sich nicht wegfiltern und verlangt eine Bestätigung. Genau deshalb wirkt sie — solange sie selten ist. Ein Kanal voller Pflichtmitteilungen hat keine einzige.
Für die Verwaltung
Unter Verwalten stehen drei Einträge:
Feed-Quellen — Web-Feeds (RSS/Atom), die automatisch eingelesen werden, und die Meldungen der anderen Module. Jede Quelle kann Schlagwörter mitgeben, die ihre Beiträge automatisch bekommen. Läuft eine Quelle auf einen Fehler, steht das rot in der Liste — sie verstummt nicht stillschweigend.
Feed-Gruppen — Empfängerkreise, wenn etwas nicht an alle gehen soll. Braucht man erst, wenn man sie braucht.
Feed-Berechtigungen — wer senden, anheften, zur Pflicht machen und moderieren darf. Ohne Eintrag dürfen Administratoren veröffentlichen und sonst niemand.
Sind Kommentare gemeldet worden, erscheint daneben ein vierter Eintrag mit der Zahl der offenen Fälle — und nur dann. Ein Menüpunkt, der fast immer auf eine leere Liste führt, wird nicht mehr angeklickt, wenn es einmal darauf ankommt. Oben steht, was mehreren aufgefallen ist; bei Gleichstand das Ältere.
Der wichtigste Rat zum Start: legt zuerst ein paar Quellen an. Ein Feed, den nur Menschen von Hand füllen, schläft nach drei Wochen ein. Mit den Meldungen aus den übrigen Modulen und zwei, drei Fachquellen steht dort auch dann etwas, wenn gerade niemand schreibt.
Auf dem Telefon
Auf schmalen Bildschirmen gibt es keine zwei Spalten. Du siehst die Liste; tippst Du einen Beitrag an, schiebt er sich darüber. Mit einem Wisch von links nach rechts — oder über ‹ Feed oben — bist Du wieder in der Liste, an derselben Stelle.
Ein Tablet zählt zur grossen Ansicht, auch im Hochformat: 768 Pixel reichen für beide Spalten, und wer ein Tablet benutzt, erwartet sie.
Der Feed läuft in der Weboberfläche wie in der FreeScout-App. Schriftgrösse, Zeilenlänge und Knöpfe sind darauf ausgelegt, dass Du nichts vergrössern musst. Steht Dein Gerät auf Dunkelmodus, erscheint der Feed dunkel.
Bilder werden auf den eigenen Server geholt und dort neu gezeichnet — beim Lesen entsteht kein Kontakt zu fremden Servern.
Feed-Modul für FreeScout · let’s automate GmbH · letsautomate.ch