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FormBuilder-Modul · Benutzeranleitung

Formulare, die als Ticket ankommen

Mit dem Baukasten stellst Du ein Formular zusammen, veröffentlichst es unter einer eigenen Adresse oder baust es in Deine Website ein. Jede Einsendung wird zu einem Ticket im gewählten Postfach — mit dem Absender als Kunde, einem passenden Betreff und den Antworten als lesbarem Beitrag.

Ab dann gilt alles, was FreeScout kann: zuweisen, beantworten, wiedervorlegen, auswerten. Ein Formular ist damit kein Anhängsel, sondern ein weiterer Kanal in Dein Postfach — neben E-Mail.

Formulare anlegen dürfen nur Administratoren. Wer eines anlegt, entscheidet, dass Fremde ohne Anmeldung in ein Postfach schreiben können; das ist näher an einer Postfacheinstellung als an einer Notiz. Ausfüllen und absenden kann danach jeder, ganz ohne Konto.

Zwei Zeilen Einbau in die eigene Website
Ohne JavaScript die gehostete Seite sendet trotzdem
31 Sprachen Oberfläche und Formulare
Ins Postfach jede Einsendung wird ein Ticket

Ein Formular bauen

Unter «Formulare» legst Du ein neues an und wählst das Postfach, in dem die Tickets landen sollen. Danach öffnet sich der Baukasten mit drei Spalten: links die Bausteine, in der Mitte Dein Formular, rechts die Eigenschaften des gewählten Feldes.

Es gibt sechzehn Bausteinarten — vom einfachen Textfeld über Auswahl, Mehrfachauswahl, Datum und Datei-Upload bis zu Zwischentiteln, Trennern und der Zustimmungserklärung. Bausteine ziehst Du auf die Fläche, ordnest sie um und duplizierst sie.

Je Feld stellst Du rechts ein:

  • die Beschriftung, den Hilfetext und den Platzhalter
  • ob es ein Pflichtfeld ist
  • den Feldnamen — er steht in jeder Einsendung und in jeder Bedingung
  • Prüfregeln, je nach Art: Muster, Mindest- und Höchstwert, Zahl und Grösse der Dateien

Die Vorschau zeigt das Formular jederzeit so, wie ein Besucher es sieht — abgeschirmt, damit die Stile von FreeScout nicht hineinwirken.

Die Formularliste: Zustand, Postfach und die Zahl der Einsendungen je Formular.
Die Formularliste: Zustand, Postfach und die Zahl der Einsendungen je Formular.
Der Baukasten: Bausteine links, das Formular in der Mitte, die Eigenschaften rechts. Die blauen Marken sind bedingte Felder.
Der Baukasten: Bausteine links, das Formular in der Mitte, die Eigenschaften rechts. Die blauen Marken sind bedingte Felder.

Feld und Ticket verbinden

Im Reiter «Ticket» legst Du fest, welches Feld welche Rolle im Ticket bekommt:

RolleWas daraus wird
Betreffder Betreff des Tickets
E-Maildie Adresse des Kunden
NameVor- und Nachname des Kunden

Ohne Zuordnung nimmt der Betreff den Namen des Formulars, und es entsteht ein Ticket ohne zugeordneten Kunden. Das ist erlaubt — ein Meldeformular braucht keine Adresse.

Zusätzlich kannst Du Weiterleitungsregeln angeben: abhängig von einer Antwort landet die Einsendung in einem anderen Postfach. So geht «Reklamation» woanders hin als «Allgemeine Frage».

Bedingte Felder

«Zeige das Feld ‹Bestellnummer›, wenn ‹Anliegen› auf ‹Reklamation› steht.» Solche Regeln stellst Du am Feld selbst zusammen. Sie wirken an beiden Enden: im Browser des Besuchers und noch einmal auf dem Server.

Der zweite Teil ist der wichtige. Ein Feld, das verborgen war, wird verworfen statt ungeprüft ins Ticket zu wandern — sonst könnte man das Formular umgehen, indem man die Regel im Browser aushebelt.

Bedingungen dürfen nur auf Felder zeigen, die vorher stehen. Das ist keine Einschränkung aus Bequemlichkeit: zwei Felder, die sich gegenseitig verbergen, hätten keine Antwort.

Veröffentlichen: die eigene Seite

Ein Formular hat einen Entwurf und veröffentlichte Fassungen. Solange Du am Entwurf arbeitest, ändert sich für Besucher nichts. Erst «Veröffentlichen» macht die neue Fassung sichtbar.

Danach ist das Formular unter einer eigenen Adresse erreichbar — mit eigener Gestaltung und, bei mehrsprachigen Formularen, einer Sprachwahl. Diese Seite funktioniert auch ohne JavaScript: ein Formular, das nur mit aktiviertem Skript absendet, verliert Einsendungen.

Die gehostete Seite mit Sprachwahl — sie sendet auch ohne JavaScript.
Die gehostete Seite mit Sprachwahl — sie sendet auch ohne JavaScript.

In die eigene Website einbetten

Im Reiter «Einbetten» steht ein Schnipsel aus zwei Zeilen. Den fügst Du in Deine Seite ein, und das Formular steht darin. Es übernimmt Schriften und Farben der Wirtsseite, sieht also nicht wie ein Fremdkörper aus.

Vorher trägst Du dort die erlaubten Webseiten ein — eine Positivliste je Formular. Ohne Eintrag lehnt der Server die Einbettung ab. Das ist Absicht: ein Formular, das jede fremde Seite einbetten darf, ist ein offenes Tor in Dein Postfach.

Trage die Adressen genau ein, mit Protokoll: https://www.beispiel.ch und https://beispiel.ch sind für den Browser zwei verschiedene Seiten.

Was mit einer Einsendung passiert

Der Server prüft die Antworten, nimmt die Dateien an und stellt die Einsendung in die Warteschlange. Das Ticket entsteht dort, nicht in der Anfrage des Besuchers — er wartet also nicht auf ein Postfach, das gerade langsam ist.

Aus einer Einsendung wird höchstens ein Ticket, auch wenn der Auftrag wiederholt wird. Scheitert etwas, bleibt die Einsendung stehen und nennt den Grund im Klartext.

Unter «Einsendungen» siehst Du je Formular alle Einsendungen mit ihrem Zustand: zugestellt, in Arbeit, als Spam bewertet oder gescheitert. Die Antworten lassen sich aufklappen, ein Verweis führt direkt zum Ticket, und mit «erneut versuchen» holst Du eine gescheiterte zurück.

Liegengebliebene Einsendungen sammelt das Modul zusätzlich von selbst ein. Damit hängt eine verlorene Nachricht nicht davon ab, dass jemand nachsieht.

Die Einsendungen je Formular: Filter nach Zustand, Verweis aufs Ticket, «erneut versuchen» für eine gescheiterte.
Die Einsendungen je Formular: Filter nach Zustand, Verweis aufs Ticket, «erneut versuchen» für eine gescheiterte.

Spam

Ein öffentliches Formular wird gefunden — von Menschen und von Robotern. In den Moduleinstellungen stellst Du die Hürden ein:

  • ein unsichtbarer Honigtopf, den nur ein Roboter füllt
  • eine Mindestzeit zwischen Öffnen und Absenden
  • eine Ratengrenze je Anschluss und Stunde
  • wahlweise Turnstile oder hCaptcha

Entscheidend ist, was mit einem Verdacht geschieht: die Einsendung wird markiert, nicht verworfen. Sie landet als Spam-Ticket im Postfach, wo Du sie zurückholen kannst. Ein Filter, der still löscht, kostet irgendwann eine echte Anfrage — und die merkt niemand.

Nur die Ratengrenze weist wirklich ab, mit der Bitte, es später zu versuchen. Sie schützt den Server, nicht das Postfach.

Die Kopie an den Absender

Wer ein Formular abschickt, möchte wissen, was er geschickt hat. Auf Wunsch bekommt er eine Kopie. Drei Einstellungen:

EinstellungWas geschieht
Auskeine Kopie — die Vorgabe
Sofortdie Kopie geht direkt hinaus
Nach Bestätigungzuerst eine Bestätigungsfrage, die Kopie erst nach dem Klick

Der sichere Weg ist die Bestätigung. Niemand hat diese Adresse geprüft: wer eine fremde einträgt, liesse Dein Postfach eine Mail an einen Unbeteiligten schicken. Beim Doppel-Opt-in geht zuerst nur eine Frage mit festem Inhalt hinaus, in der kein Wort des Absenders steht.

Der Betreff der Kopie ist fest und kommt nie aus dem Formular — sonst wäre Dein Postfach der Absender einer Nachricht, die ein Fremder verfasst hat. Eine Spam-Einsendung bekommt keine Kopie, dieselbe Einsendung nie zweimal, und je Adresse gehen höchstens drei Kopien pro Stunde hinaus.

Ein Bestätigungslink gilt drei Tage. Danach löst er nichts mehr aus.

Mehrsprachige Formulare

Ein Formular kann in mehreren Sprachen geführt werden. Im Baukasten schaltest Du oben rechts die bearbeitete Sprache um und schreibst Beschriftungen, Hilfetexte und die Zustimmungserklärung je Sprache — ein Umschalter statt einer Feldwand.

Der Besucher wählt die Sprache auf der gehosteten Seite; sonst entscheidet seine Browsersprache. Fehlt ein Text in seiner Sprache, erscheint der der Hauptsprache statt einer Lücke.

Die Oberfläche des Moduls ist in allen 31 Sprachen übersetzt, die FreeScout führt. Arabisch, Hebräisch und Persisch laufen von rechts nach links.

Dateien und Aufbewahrung

Beim Datei-Baustein legst Du fest, wie viele Dateien und wie gross. Welche Dateitypen überhaupt erlaubt sind, steht in den Moduleinstellungen; die Sperrliste von FreeScout gilt zusätzlich und lässt sich nicht aushebeln.

Angenommene Dateien hängen am Ticketbeitrag wie jeder andere Anhang.

Für die Einsendungen selbst gelten Aufbewahrungsfristen je Zustand — voreingestellt 90 Tage für zugestellte, 14 für Spam und ein Jahr für gescheiterte. Ohne solche Fristen wird ein Formularpostfach zum Datenlager.

Gut zu wissen

Der Zustimmungstext wird mitgespeichert

Nicht «zugestimmt: ja», sondern der Wortlaut, dem zugestimmt wurde, samt Fassung des Formulars. Änderst Du den Text später, bleibt bei alten Einsendungen der alte stehen. Das ist der Punkt an einer Zustimmung: sie ist nur so viel wert wie der Nachweis, worauf sie sich bezog.

Die IP steht nicht im Klartext

Vom Anschluss des Absenders wird nur ein Kennwert gespeichert, gebunden an den Schlüssel Deiner Installation. Er genügt für die Ratengrenze, lässt sich aber nicht zurückrechnen.

Der Feldname ist mehr als eine Beschriftung

Er steht in jeder gespeicherten Einsendung und in jeder Bedingung. Ihn nachträglich zu ändern zieht die Bedingungen mit — die bereits gespeicherten Einsendungen behalten aber den alten Namen. Vergib ihn also früh und lass ihn dann stehen.

Prüfe die Autoantwort des Postfachs

FreeScout hat eine eigene Autoantwort je Postfach. Ist sie an und Du schaltest zusätzlich die Kopie ein, bekommt der Absender zwei Nachrichten. Der Baukasten weist darauf hin, wenn beides zusammentrifft.

Kommst Du damit nicht weiter? Support

Gut zu wissen

Häufige Fragen

Alles, was Du vor dem Kauf über unsere Module, Lizenzen, Updates und den Support wissen solltest.

Warum wird bei meinem gekauften FreeScout-Modul ein Ablaufdatum angezeigt?

Mit Deinem Kauf erhältst Du das Modul sowie zwölf Monate Support, Sicherheitsupdates und neue Funktionen. Das angezeigte Ablaufdatum bezieht sich auf diese enthaltenen Leistungen – nicht auf die grundsätzliche Nutzung des Moduls.

Was passiert, wenn meine Lizenz abläuft?

Dein bereits installiertes Modul läuft weiter. Nach Ablauf der Lizenz erhältst Du jedoch keine neuen Sicherheits- und Funktionsupdates mehr und kannst den enthaltenen Support nicht mehr nutzen.

Du entscheidest selbst, ob Du die Lizenz verlängern oder das Modul ohne weitere Updates auf eigene Verantwortung weiterverwenden möchtest.

Andere Anbieter versprechen lebenslange Updates. Warum ihr nicht?

Technologien, Sicherheitsanforderungen und Abhängigkeiten verändern sich laufend. Was heute zuverlässig funktioniert, kann morgen veraltet sein oder nicht mehr unterstützt werden. Gute Software benötigt deshalb kontinuierliche Pflege, Tests und Weiterentwicklung.

Statt Dich an ein dauerhaftes Abonnement zu binden, lassen wir Dir die Wahl: Du kannst Deine Lizenz verlängern oder das installierte Modul ohne weitere Updates auf eigene Verantwortung weiterverwenden.

Brauche ich euer LaStore-Modul?

Nein, aber das LaStore-Modul verbindet Deine FreeScout-Installation mit Deinen gekauften Modulen und bietet Dir mehrere Vorteile:

  • Installation mit einem Klick
  • automatische Erkennung verfügbarer Updates
  • einfache Aktualisierung direkt in FreeScout
  • Prüfung der Paketsignatur
  • Schutz vor unbemerkt veränderten oder manipulierten Modulpaketen

Unsere Module nutzen nicht den normalen Updateprozess, da er nicht sicher ist. Das LaStore-Modul prüft jedes unserer Module vor dem Update. Einem Angreifer ist es so nicht möglich, gefälschte und gefährliche Updates auszuliefern. Ohne dieses Modul liegt die Prüfung bei Dir und es ist ein manueller Prozess.

ohne LaStoremit LaStore, Autopilot ausmit LaStore, Autopilot ein
erfährt von neuen Fassungenneinja, täglichja, täglich
installiertvon Hand aus dem Portalauf Knopfdrucküber Nacht, ohne Zutun
geprüftvon Dir per shasum -a 256jaja
Bekomme ich wirklich den vollständigen Quellcode?

Ja. Unsere Module werden unter der AGPL-3.0-Lizenz bereitgestellt. Das ausgelieferte Modul enthält den vollständigen Quellcode, den Du einsehen und im Rahmen der Lizenzbedingungen anpassen kannst.

Auf wie vielen FreeScout-Installationen darf ich das Modul verwenden?

Eine Lizenz gilt für eine aktive FreeScout-Installation. Zusätzlich sind zwei kostenlose Serverumzüge enthalten.

Wird ein alter Server nicht mehr verwendet, gibt das System die zugehörige Aktivierung nach 90 Tagen automatisch frei. So wird eine nicht mehr erreichbare oder bereits gelöschte Installation nicht dauerhaft auf Deine Lizenz angerechnet.

Kann ich ein gekauftes Modul zurückgeben?

Du hast ein 14-tägiges Rückgaberecht. Dieses erlischt, sobald Du das Modul aktivierst – nicht bereits mit der Zustellung des Lizenzschlüssels.

Aktiviere das Modul deshalb erst, wenn Du Dich endgültig für die Nutzung entschieden hast. Für Verbraucher im EWR gelten ergänzend die gesetzlichen Bestimmungen zum Widerrufsrecht bei digitalen Inhalten.

Wer stellt mir die Rechnung aus?

Die Zahlungsabwicklung erfolgt über Paddle. Paddle tritt als Merchant of Record und damit als Verkäuferin auf. Deshalb erscheint Paddle als Rechnungsaussteller und möglicherweise auch als Zahlungsempfänger auf Deiner Kreditkarten- oder Kontoabrechnung.

Benötigt ein Modul weitere FreeScout-Module?

Das hängt vom jeweiligen Produkt ab. Einige Module funktionieren vollständig eigenständig und bieten zusätzliche Funktionen, wenn weitere Module vorhanden sind. Andere besitzen feste Abhängigkeiten.

Der Terminfinder benötigt beispielsweise zwingend das Calendar-Modul, da die verfügbaren Termine anhand der dort geführten Kalender berechnet werden.

Erforderliche und optionale Abhängigkeiten findest Du jeweils in der Produktbeschreibung.

Was kann ich tun, wenn etwas nicht funktioniert?

Wir prüfen unsere Module sorgfältig. Trotzdem kann es vorkommen, dass eine Funktion in einer bestimmten Umgebung nicht wie erwartet arbeitet.

Zu jedem Modul erhältst Du eine ausführliche Anleitung. Falls Du damit nicht weiterkommst, kannst Du ein Support-Ticket erstellen. Beschreibe darin kurz das Problem und die bereits durchgeführten Schritte – wir helfen Dir gerne weiter.

Weltweit sicher bezahlenDeine Zahlung wird sicher über Paddle abgewickelt. Du kannst weltweit und bequem in Deiner eigenen Währung bezahlen – inklusive ordnungsgemässer Rechnungsstellung.
Offen, prüfbar und anpassbarDank AGPL-3.0 erhältst Du den vollständigen Quellcode. Du kannst die Software prüfen, selbst anpassen und unabhängig weiterbetreiben.
Zwei Serverumzüge inklusiveDeine FreeScout-Installation zieht um? Du kannst Deine Lizenz bis zu zweimal kostenlos auf einen neuen Server übertragen und das Modul dort weiterverwenden.
Installieren und automatisch aktuell bleibenMit unserem LaStore-Modul für FreeScout installierst Du gekaufte Module bequem mit einem Klick. Verfügbare Updates werden automatisch geprüft und installiert.

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